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Ein kurzes "Wer bin ich und was suche ich":
Ich bin ein Mensch, der sich für sehr viele Dinge interessiert, eigentlich fast alles außer Politik und social-media-Gedöns (weil ich keine besondere Faszination für das Konzept habe, dass einzelne Menschen ihren Einfluss- oder Machtbereich über den Bereich ausdehnen, wo sie sinnvoll Verantwortung übernehmen bzw. sich wirklich mit ihren Gegenüber auseinandersetzen können).
Ein Teil von mir ist durchaus irgendwie Wissenschaftler und Theoretiker, der andere Teil will lieber sofort loslegen, erleben anstatt nur rumfantasieren, basteln ohne Anleitung und Schnittmuster.
Meine Projekte sind abwechselnd oder auch parallel:
- Pflanzen (bestimmen und anpflanzen)
- irgendwas basteln oder renovieren (was man halt gerade so braucht)
- Klamotten herstellen
- mich in verschiedenster Weise bewegen
- über soziale und philosophische Themen nachdenken (schon auch mal mit Bezug auf irgendwelche großen Theoretiker, aber auch nicht zu verkrampft akademisch...glaub ich)
- schreiben
Zwischendrin bin ich dann aber doch auch eher ruhig und nachdenklich unterwegs.
Im Sozialen ging es mir nie um Quantität oder Performance. Wenn ich etwas oder jemanden interessant finde oder gern hab, häng ich mich rein, versuch einzubringen, was ich hab und teilen möchte, und bin bereit zu lernen, wie man zusammen etwas Gutes aus einer Begegnung machen könnte.
Und was ich suche? Mein Bild davon ist irgendwie recht einfach, aber es ist doch recht schwierig in Worte zu fassen. Einen anderen Erwachsenen suche ich, jemanden bei dem es nicht darum geht, ihm eine fertige Wohlfühlumgebung bereitzustellen, sondern der Spaß am Kennenlernen hat, der mir auf Augenhöhe begegnet und dem nicht die Worte fehlen, das Leben (also was einen beschäftigt, was einen freut, was man so tut) miteinander zu teilen. Aber es geht nicht darum, selbst unterhalten werden zu wollen, sondern schon um eine Begegnung mit einem anderen Menschen.
Ich bin selbst nicht mehr so in der Phase, wo ich von hier nach dort ziehen und mich auf nichts festlegen möchte. Das heißt nicht, dass ich aufgegeben hätte, meinen eigenen Weg finden zu wollen, aber durchaus, dass ich mich nicht mehr als jugendlich betrachte und ich gedanklich schon eher wieder mit Garten, Haus und Familie beschäftigt bin. Insofern findet man wohl eher Anknüpfungspunkte, wenn das bei dir ähnlich aussieht.
Womit ich gut zurechtkomme sind denke ich Menschen, die ihre eigenen Standpunkt haben und vertreten (halbwegs unabhängig davon, für welche Ansichten einen die Mehrheit loben würde) und, die Andersartigkeit nicht als Bedrohung sondern als Bereicherung sehen. Naja und unter "Standpunkt" verstehe ich nicht "Missionierungsauftrag". Ich glaub, wenn eines hilft gegen Unmenschlichkeit dann nicht, dass man politisch Andersdenkenden keine Zuneigung mehr entgegen bringt und sie zu bekehren versucht, sondern dass man sie weiter konsequent als Menschen betrachtet und "einfach" man selbst bleibt.
Ich bin auch niemand, der mit Begriffen wie "toxische Männlichkeit" und "mansplaining" oder soetwas um sich wirft. Allerdings finde ich es deutlich angenehmer, wenn jemandens Frauenbild darauf aufbaut, dass auch Frauen erwachsene Menschen sind, die ihren eigenen Weg finden können, und sie das nicht erst beweisen müssen, indem sie das genau auf die Weise machen, wie mann selbst.
Mein Verständnis von Frausein ist nicht, dass ich eigentlich wie ein Mann, nur leider nicht so stark und nicht so rational und nicht so beherrscht bin, sondern dass meine biologische Verfasstheit eben etwas andere Voraussetzungen für meine Interaktion mit der Welt schaffte und ich mich und die Welt nun natürlich auch etwas anders verstehe/erfahre, was erstmal nicht besser oder schlechter ist, sondern einfach auch gut.
Ich mag Zärtlichkeit und mich um Dinge kümmern und in allerlei naiv-kindlichen oder untiefen Gefühlswelten umherwandeln. Und ich rede andererseits auch leidenschaftlich gern vollkommenen Blödsinn, fahre mit epischer Musik (aber sehr wenig PS) über die Autobahn, oder esse sehr viel Steaks. Eine Schublade, die mir langfristig gemütlich genug wäre, hat sich für mich noch nicht gefunden.
Genug geredet. Falls du nicht schon die Hände überm Kopf zusammengschlagen hast und mich gerne anschreiben möchtest, nur zu! Ich bin relativ ungefährlich und antworte wahrscheinlich auch, obwohl ich sicher nur sehr wenige Träume von irgendwem erfüllen kann (wenn auch es mir natürlich Spaß macht, zusammen traumhafte Dinge zu erschaffen). Schreib gerne ein bisschen über dich oder was dich interessiert oder warum du hier gerade rumscrollst.
Viele Grüße von mir hier zu dir da drüben...
