Brieffreunde gesucht
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Inserat

Über Bodenständigkeit und den Mut, zu fühlen ;)

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O.
Frau
26
D
Hessen
Mittelpunkt der Welt natürlich
Schreiben, Rumdiskutieren, Baumarktausflüge, Grenzerfahrungsurlaube
zertifizierte Authentizität, Freundlichkeit mit Gütesiegel, bodenloser und tief schwarzer Humor
Gesucht:
Mann
18
35
mehr oder weniger egal
E-Mail
Hi, ausführliche Vorstellungsrunden bringen erstmal vermutlich wenig und dafür bin ich hier auch zu wenig freigiebig, was persönliche Daten angeht. Drum einfach mal ein Textschnipsel, den ich produzierte. Wäre gespannt, wem da was zu einfällt:

"Er hatte sich den Tag freigenommen. Ein Besuch bei seiner Familie. Nicht, dass es sonst fehlte, aber ich freute mich ein wenig auf seine Ausgelassenheit nach solch einem Tag, den er nicht mit Arbeit verbracht hatte. Etwas Zeit für sich auf der Fahrt kam ihm sicher auch recht.
Ich hatte ebenfalls meine Zeit gehabt, für das Übliche, das es so täglich zu besorgen galt. Heute aber ein wenig mehr, also hatte ich entspannt einkaufen und noch ein bisschen lesen können. Ich hatte diese Pilze gekauft, die wie Öhrchen aussehen und für die man eine halbe Ewigkeit benötigt, um sie in Pfannkuchenteig zu tunken und zu braten. Salat gab es auch dazu. Oder gab es "nur" Salat dazu? Er neigte eigentlich nicht dazu, zu hinterfragen, welche Kochentscheidungen ich traf und dass meine Zusammenstellungen meist mehr damit zu tun hatten, was ich gerade gerne herstellen wollte, als was üblicherweise wie und in welchen Anteilen kombiniert wird. Wenn wir zusammen kochten war es ähnlich, da neigten wir aber eher zu Ein-Topf-Gerichten. Es war angenehm, mit ihm zu kochen. Und trotzdem genoss ich auch mal, alleine hier zu stehen, Musik zu hören, zu singen und andere Albernheiten zu machen, mit denen ich mir das Gefühl gab, hier bei mir besonders gut aufgehoben zu sein. Keine fremden Blicke, nur eine dunkle Fensterscheibe zu brauchen, um festzustellen, dass ich großartig aussehe.

Beim Abendessen erzählten wir uns gegenseitig von unserem Tag, ein paar Details, die wir interessant gefunden hatten. Ich vielleicht wieder ein bisschen viel, allerdings nicht aus Langeweile oder weil ich dringend Worte in den Raum zwischen uns füllen musste, sondern weil ich bei der Menge an kleinen Dingen, die mich heute irgendwie berührt und beschäftigt hatten gar nicht recht eine Auswahl zu treffen wusste.
Die gedimmte Beleuchtung ließ regenfeuchten Reflexionen und Lichter von der Straße hereinscheinen. Ein Bild, als wenn die Welt nach heftigem Weinen von all der aufreibenden Geschäftigkeit des Tages, zur Ruhe gekommen wäre und jetzt mit großen, müden, aber aufmerksamen Augen in mich hineinschaut, wie ich in sie. Will ich das schreiben? Aber es fühlt sich eben so an.
Wir fingen unmerklich an zu zittern, als wir in unseren warmen Schals und Jacken nach dem vielen Essen raus auf die Straße traten, ein bisschen müde und die Körper schon bald sich sehnend nach der Wärme und Gemütlichkeit unsere Bettes. Die Luft war angenehm kühl und feucht. Kann man so sehen oder nicht. Zumindest ein Grund, sich ein wenig aneinander zu kuscheln, wie wir dort liefen. Der Nieselregen machte kleine Leuchtkreise auf meine Brillengläser. Lichter, Stille, blaue Wolken am dunklen Himmel und hin und wieder das Geräusch von Autoreifen auf nasser Straße. Sonst war niemand unterwegs, und ich war froh, dass ich nicht erklären musste, warum ich es sein wollte.
Es ist kaum richtig in Worte zu fassen, dieses Gefühl, wenn ich Abends heim komme an so einem Tag. Da ist diese eigenartige Stille, eine Art von Ruhe, die sich anfühlt wie eine dünne Haut auf Wasser. Wie dieses Wasser im Marionettentheater, aber ohne Zugfäden und dunkler. Ein tiefes dunkles Wasser, in das man aber nicht hineinstürzen kann.
Und die Müdigkeit, die sich schon hier in dieses kleine Stück Geborgenheit fallen lässt, das das Futter einer Winterjacke hergibt. Wie ein Kind, das nach einem langen Ausflug abends von seinen Eltern nach Hause getragen wird, im Halbschlaf sich ankuschelt und in sein Bett will, während der Weg doch nicht lang genug sein kann, den es seinen Kopf an diese Schulter lehnen darf und getragen wird. Unbequem, und Schuhe und alles, und Stimmen und Motorengeräusche. Aber es reichen zwei Arme, die es halten.
Ich darf ihn auch halten. Vielleicht will er mir nur zeigen, dass er mich versteht, vielleicht ist da auch wirklich der Wunsch, sich ein bisschen anlehnen zu dürfen nach einem ereignissreichen Tag. Ja, und wir wissen, dass es nicht darum geht, etwas abzugeben. Ich halte ja hier nicht 'Etwas für ihn', weil er es nicht halten könnte."

Falls sich dir dazu etwas halbwegs geistreiches zu schreiben aufdrängt, freu ich mich. Falls es sich entweder hardcore pervers oder zu sehr nach KI anhört, werde ich höchstwahrscheinlich nicht antworten, ansonsten schon (vorausgesetzt, die Kontaktfunktion lässts durch). Ich bin nicht auf Schmeicheleien oder so aus. Ein Mailverkehr muss auch nicht gezwungen literarisch anspruchsvoll sein. Gerne lesen und beantworten tue ich Dinge, wo ich spür, dass es den anderen auch interessierte, das zu schreiben und da halt einfach ein anderer Mensch ist auf der anderen Seite.

Inserat-ID: 10474

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